Projekt #9 “Tocsin” Variaton Projektorchester Bern

Die Idee zu Projekt#9 “Tocsin”

Wie tönt eine Revolution? Wie fühlt sich die Wut und die Angst eines Volkes an, das sich gegen seine Unterdrücker erhebt? Welche Bilder entstehen, wenn man diese in einer Sinfonie beschreibt?

Diese Fragen will “Tocsin” auf seine ganz eigene Art beantworten. Kern bildet dazu die 11. Sinfonie von Dmitri Shostakovich. Sie schildert als kritische Auseinandersetzung mit der Geschichte die erschütternden Ereignisse der kleinen Revolution von 1905, dem sogenannten „Petersburger Blutsonntag”.

Die eindringliche, bildgewaltige Musik wird ergänzt durch einen experimentellen Film des jungen Berner Filmemacher Matthias Günter. Um die Mächtigkeit des Volkes erfahrbar zu machen, werden zudem zahlreiche Statisten mit einbezogen, welche in einer Performance am Konzert die Unaufhaltsamkeit und Unüberwindbarkeit der schieren Menschenmasse physisch spürbar machen sollen. Als Choreographin wird dazu die Berner Tänzerin Nina Stadler mitwirken.

Mit Projekt#9 “Tocsin” entsteht so ein einmaliges dreidimensionales Erlebnis, das die Musik wortwörtlich greifbar macht und gleichzeitig die Zeitlosigkeit revolutionärer Massen-Ereignisse illustriert. Das Programm wird an drei Abenden in der Berner Dampfzentrale zu hören sein.

Programm

Musik

Dmitri Shostakovich - Sinfonie Nr. 11

Mitwirkende

  • Droujelub Yanakiew - Musikalische Leitung & Konzeption
  • Nina Stadler - Choreographie & Konzeption
  • Matthias Günter - Film & Konzeption
  • Variaton Projektorchester
  • Statisten

Konzerte

  • Freitag, 31. Mai 2013 - Dampfzentrale Bern - 20.30 Uhr
  • Samstag, 01. Juni 2013 - Dampfzentrale Bern - 20.30 Uhr
  • Sonntag, 02. Juni 2013 - Dampfzentrale Bern - 18.00 Uhr

Mitwirkende

Droujelub Yanakiew | Musikalische Leitung
Nina Stalder | Choreografie
Matthias Günter ǀ Film

Droujelub Yanakiew - musikalische Leitung & Konzeption

Die Mitwirkenden Variaton Projektorchester Bern Nach dem Abschluss seines Solistendiploms 2003 als Violinist, hat Droujelub Yanakiew die musikalische Laufbahn als Dirigent eingeschlagen. Seine Arbeit wurde bald anerkannt und er wurde 2005 vom Schweizerischen Tonkünstlerverein als Stipendiat der „Kiefer-Hablitzel-Stiftung“ ausgewählt. Im Sommer 2010 hat Droujelub Yanakiew sein Dirigier-Masterstudium mit Auszeichnung an der Zürcher Hochschule der Musik in der Klasse von Professor Johannes Schlaefli abgeschlossen.

Seine dirigentische Entwicklung wurde unterstützt und beeinflusst durch die Zusammenarbeit mit namhaften Dirigenten wie Bernard Haitink, Ralf Weikert, Jesùs Lòpez Cobos, Peter Eötvös und Stefan Asbury. Ein wichtiger Teil seiner Erfahrungen konnte er während seinen Assistenzen bei Roberto Benzi, Johannes Schläfli, Marc Kissoczy und Franco Trinca sammeln.

In den letzten Jahren hat Droujelub Yanakiew mit vielen verschiedenen Orchestern gearbeitet - u.a. mit dem Berner Symphonieorchester, Südwestdeutsche Philharmonie, Sinfonie Orchester Biel, Festival Strings Lucerne, Basel Sinfonietta, Musikkollegium Winterthur, Collegium Musicum Basel, San Juan Sinfonie Orchester (Argentinien), Sofia Sinfonie Orchester, Karlsbad Sinfonie Orchester und dem Kammerorchester Berg. Droujelub Yanakiew ist Dirigent des Zuger Jugendorchesters, Variaton Orchester Bern, Cappella dei Giovani und des Orchesters Santa Maria Luzern. Seit Februar 2013 ist er auch Dirigent des Jugend Sinfonie Orchesters Konservatorium Bern.

Sein Debüt in der Tonhalle Zürich hatte er im Dezember 2008 mit der 6. Sinfonie von Dmitri Schostakowitsch - das Debüt im grossen Saal des KKL Luzern im November 2010 mit dem Cellisten Thomas Demenga als Solist.

Nina Stadler - Choreographie & Konzeption

Die Mitwirkenden Variaton Projektorchester Bern Nina Stadler arbeitet als freischaffende Choreografin, Tänzerin, Performerin und Tanzpädagogin (Master Degree in Tanzpädagogik an der ZHdK, Hochschule der Künste in Zürich). Seit ihrem vierten Lebensjahr ist das Tanzen der wichtigste Bestandteil ihres Lebens. Nach langjähriger Ausbildung in klassischem Ballett zog es sie nach New York. Dort studierte sie an der renommierten Alvin Ailey School. Hoch motiviert und voller Ideen kam Nina Stadler nach Bern zurück und fing sogleich an, ihre reiche Erfahrung in Engagements als Tänzerin und Choreografin im In- und Ausland umzusetzen. Ihr ausgereiftes tänzerisches Können und ihre lebendigen und spartenübergreifenden Choreografien konnte sie unter anderem in ihren eigenen Tanztheater- und Solo-stücken, als Tänzerin und Performerin für Compagnien und als Choreografin für Opern- und Opernballette unter Beweis stellen. 2010 gründete Nina Stadler zusammen mit Annalena Fröhlich das Künstlerkollektiv DEROTHFILS. deRothfils produziert zeitgenössisches Tanz-Theater in Zusammenarbeit mit Künstlern aus verschiedenen Sparten. 2011 eröffnete sie die Tanzwerkstatt Ballsaal in Bern. 2011/12 arbeitet Nina Stadler regelmässig als Gastdozentin für verschiedene Compagnies unter anderem die Compagnie am Stadttheater Bern.

Matthias Günter - Film & Konzeption

Die Mitwirkenden Variaton Projektorchester Bern Matthias Günter wurde 1984 in Bern geboren wo er zurzeit lebt und als freischaffender Filmemacher arbeitet. Nach Abschluss der Fachklasse, für Grafik an der Schule für Gestaltung in Biel, drehte er neben der Arbeit als Grafiker seine ersten Experimentalfilme. Das Video „Auf Zeit“, in Zusammenarbeit mit Dominique Wittwer, wurde anlässlich des „Wort- und Bildfestifall“ auf den Reinfall in Neuhausen projiziert. In jener Zeit veröffentlichte er künstlerische Beiträge auf dem Onlineforum der Kunst- und Literaturzeitschrift „art.21-zeitdruck“. Das Musikvideo „Kutti Funk“, bildete den Anfang einer intensiven Zusammenarbeit mit dem Dichter und Rapper Jürg Halter alias Kutti MC. Neben vielen grafischen Arbeiten entstanden zahlreiche Musikvideos, darunter: «König für immer», «Sunne», «Opferbrief».
Nach einem Jahr in der Selbstständigkeit folgten zwei Jahre bei der zürcher Werbeagentur Publicis, wo er u.a. an der Konzeption von Werbespots beteiligt war. In jener Zeit schrieb er an seinem ersten Kurzfilm-Drehbuch welches er realisierte, nachdem er die Werbeagentur verlassen hatte und etliche Praktika in Deutschland als Regieassistent absolvierte. Seinem ersten Kurzfilm «Schichtende» der an den Filmtagen Solothurn Premiere feierte, folgten in den nächsten zwei Jahren «Intercity», «Feuerfest» und «Der letzte Schnee» mit Miriam Stein und Stephan Suske. Neben der Arbeit als Regisseur übernahm er bei seinen Produktionen zunehmend selbst die Kameraführung. Auch für andere Produktionen arbeitete er öfter als Kameramann u.a. beim neuen Kinodokumentarfilm von Sabine Gisiger über Irvin D. Yalom.
Neben der Arbeit bei der Zürcher Filmproduktion „das Kollektiv“ realisierte er zahlreiche Musikvideos u.a. für Krokus, Lunik, Julian Sartorius, Jeru ilfu. Ebenfalls produzierte er die Kunstfilme: «Karaoke Night» von Quynh Dong und «Das Ende der Krise» von Jürg Halter. Der Tanzfilm «White Elephant» war die erste Zusammenarbeit mit der Berner Choreografin, Tänzerin und Performerin Nina Stadler (deRothfils). Zurzeit arbeitet Matthias Günter mit dem Schauspieler Andreas Herzog an seinem ersten Langspielfilm.

Videos

Trailer zu Tocsin


Film: Matthias Günter

Der Film zu Tocsin kann unter .(Javascript muss aktiviert sein, um diese E-Mail-Adresse zu sehen) bestellt werden.

Flashmob zu Tocsin

Bahnhof Bern, 25.5.2013

2013