"Mut zur Kombination ist Treibkraft und Inspirationsquelle des jungen Projektorchesters Variaton."
Berner Zeitung, 5. Juni 2008
Variaton bietet rund 60 AmateurmusikerInnen im Alter zwischen 22 und 35 eine anspruchsvolle Mitspielgelegenheit in einem Orchester mit sinfonischer Besetzung. Pro Jahr wird ein Projekt erarbeiten, das in einer jugendlich-frischen Art abenteuerliche Ideen inszeniert und Brücken mit anderen Musikstilen und Künsten schlägt. Immer will Variaton frechen und frischen Wind in die Welt der klassischen Musik bringen, um auch jüngeren Leuten den Zugang zur sinfonischen Musik zu ebnen.
Die Idee zur Gründung eines unkonventionellen neuen Sinfonieorchesters für junge und jung gebliebene Erwachsene geht auf den Spätherbst 2003 zurück. Im Sommer 2004 gründeten Niklaus Wagner, Sonja Koller, Cornelius Wegelin und Michael Pflüger den Verein Variaton (Vereinsstatuten).
Projekt #1: „JAZZ“ (2005)
Im ersten Projekt bewegt sich Variaton im Spannungsfeld zwischen klassischer Musik und Jazz und lotet verschiedene Schattierungen des sinfonischen Jazz aus. Im Vordergrund dieses Programms steht das Zusammenwirken zwischen improvisierenden Jazz-Solisten und dem Orchester. (mehr )

Projekt #2: „Schumann & Schumann“ (2006)
Für die zweite Konzertreihe kehrt Variaton in die Musik der jungen Romantik zurück. Unter dem Titel „Schumann & Schumann“ sollen die Zuhörerinnen und Zuhörer nicht nur die Musik jener Zeit, sondern auch das wohl bekannteste Künstlerehepaar dieser Epoche kennen lernen: Clara und Robert Schumann. Variaton möchte deren Musik nicht nur hör-, sondern in ihrer gesamten Dimension „erlebbar“ machen. Zu diesem Zweck werden die Werke mit Auszügen aus dem Tagebuch und Briefen des Ehepaares Schumann umrahmt, die von einem Sprecher vorgetragen werden. (mehr )
Projekt #3: „My_Age_Symphony“ (2007)
Im dritten Projekt wagt Variaton die Vereinigung von sinfonischer Musik mit den elektronischen Klängen eines Elektro-Duos, bestehend aus dem Berner DJ Ramax und dem Winterthurer Elektro-Cellisten Stefan Baumann. Zusammengegeführt werden die beiden unterschiedlichen Klangwelten durch den Tanz von Nina Stadler und Moritz Stäubli. Zur Aufführungen gelangen mehrere eigens für das Projekt komponierte Stücke für sinfonisches Orchester und Elektro-Duo, darunter die „My_Age_Symphony“ von Droujelub Yanakiev, DJ Ramax und Stefan Baumann als Hauptwerk. Die beiden Konzerte im ausverkauften Kornhausforum Bern werden vom bunt durchmischten Publikum und von der Presse begeistert aufgenommen. Durch die vom Berner Label „cuco“ organisierte My_Age_Party finden die Konzerte eine Fortsetzung bis in die frühen Morgenstunden. (mehr )

Projekt #4: „lichTRaum“ (2008)
Was lässt sich mit sinfonischer Musik alles anstellen? Mit welchen weiteren Künsten kombiniert sie sich am besten? Welche intensivierten Konzerterlebnisse lassen sich durch solche Kombinationen kreieren? Im Frühling 2008 probiert Variaton eine neue Geschmacksrichtung aus: lichTRaum.
Musik und visuelle Kunst (Raumgestaltung, Lichtdesign, Videoprojektionen) versetzen das Publikum in eine andere Welt – die lichTRaumwelt! Ausgehend von der traumhaften Ruhe Saties führt der Spannungsbogen über die Leidenschaft von Prokofievs "Romeo und Julia" zurück zur zuversichtlichen Stille des Prélude von Debussy. Variaton konzertiert an zwei Abenden in der Berner Dampfzentrale. (mehr)

Projekt #5: „VariaTango“ (2009)
Das fünfte Projekt brachte Variaton mit den Berner Ausnahmekünstlern Michael Zisman (Bandoneon) und Daniel Zisman (Violine) zusammen. Annapaola Jacomella (Violoncello) und Sébastien Fulgido (Gitarre) verstärkten das hochkarätige Solistenduo zu einem Quartett. Auf dem Programm standen nebst sinfonischen Werken von Alberto Ginastera und Arturo Márquez vier Uraufführungen von Vater und Sohn Zisman. Ausgehend vom Tango erlebte das Publikum eine musikalische Reise durch die verschiedenen Klangwelten Lateinamerikas. Nach einem Auftritt in Rom konzertierte Variaton in Zürich und Bern vor ausverkauftem Haus. (mehr)